Geschichte

DER ROMANISCHE KLOSTERKIRCHE SANKT MARIEN

973
wird das Dorf Mansfeld erstmals urkundlich erwähnt. Das Alter der nicht mehr existierenden Dorfkirche Sankt Nikolai ist unbekannt.

1158 oder 1160
bringt Albrecht der Bär von einer Reise nach Jerusalem Mönche aus dem Tale Josaphat zu den Ordensverwandten (Benediktiner) in das Kloster Mansfeld.

1171
schenkt Graf Hoyer von Mansfeld dem Kloster Geld und Land.

Das Altargemälde (Stiftergemälde) zeigt eine kreuzförmige, (noch) turmlose dreischiffige Basilika mit den Stiftern: Markgraf Albrecht der Bär, seiner Gemahlin Sophia, seinem ältesten Sohn Otto, Graf Hoyer und seine Gemahlin Bya sowie dem Spruchband mit dem Gründungsjahr 1170.

1357
wird in der Chronik Kloster Mansfeld als Kirche der heiligen Jungfrau Maria vom Orden des heiligen Benedikt aus dem Tale Josaphat bezeichnet.

1525
zerstören die aufständischen Bauern das Kloster. Graf Gebhart von Mansfeld wandelt es in ein gräfliches Amt um. Die Kirche ist seit dem Pfarrkirche von Klostermansfeld. Der letzte Prior erkennt die Zeichen der Zeit, heiratet und wird Pfarrer.

ZUR BAUGESCHICHTE
Der Bau, so zeigt der ergrabene Grundriss, war ursprünglich dreischiffig mit einem durchgehenden Querhaus, einem Chorquadrat mit Apsis und zwei Seitenapsiden. Unklar ist, ob im Westen ein Mittelturm oder eine Doppelturmfassade vorhanden war.

Nach der Zerstörung im Bauernkrieg blieb nur noch der Mittelteil der Kirche erhalten. Es fehlten die Seitenschiffe, der Westbau (Turmfassade) war stark zerstört.

Die durch den Bergbau bedingte wachsende Bevölkerung zieht eine Veränderung des Kircheninnenraumes nach sich. Die Kirche wird mit einem Holzausbau mit je zwei Emporen auf der Nord- und Südseite versehen.

1960 bis 1970
umfassende Restaurierungsarbeiten und damit weitgehende Wiederherstellung des Originalzustandes der Kirche aus der romanischen und frühgotischen Zeit.

AUSSTATTUNG

Taufstein

Im Chorraum
auf der alten romanischen Steinmensa ein gotischer Schnitz-Altar, die Figuren stammen aus einem ehemals viel größeren Altar; Schrein und Predella sind neu.

An den Pfeilern des Triumphbogens
Petrus und Paulus: Die Figuren sind ebenfalls Reste eines zweiten, wesentlich größeren Altars aus der Zeit um 1500.

Im nördlichen Querhausarm
ein Kruzifix aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.

Im südlichen Querhaus
ein Taufstein aus Sandstein mit der Jahreszahl 1582. An dem Taufstein sind die vier Evangelisten mit ihren Symbolen zu Füßen dargestellt. Sie haben Bücher in den Händen und sind geflügelt.

 

Ausschnitt des Taufsteins (Fuss und Becken)

An der Ostwand des südlichen Querhausarmes
Barockes Epitaph um 1700